Radfahren im Chiemgau Radfahren im Chiemgau

Bauernhof-Safari

Radfahren familienfreundlich
  Kienberg - Stockham - Schalkham - Obing - Ilzham - Pittenhart - Altersham - Amerang - Gallertsham - Allerding - Schnaitsee - Kienberg     Die Bauernhof-Safari ist eine wahre Landpartie. Auf knapp 50 Kilometern verbindet sie die Ortschaften Obing, Pittenhart, Amerang und Schnaitsee. Man sieht hier nicht nur kleine, traditionelle Sacherl und stattliche, moderne Höfe – sondern kann auch viel über das landwirtschaftliche Leben von einst und heute lernen. Neben drei Bauernhofmuseen gibt es, wie es sich für eine Safari gehört, viele exotische Tiere, zum Beispiel auf einer Straußenfarm oder einem Filmtierhof zu entdecken. Mehrere Badeseen machen die Fahrt ins Grüne perfekt. Wem die Runde zu lang ist, der kann sie abkürzen und auf zwei Etappen verteilen!     In Kienberg liegt ein möglicher Startpunkt der Bauernhof-Safari. Obwohl – eigentlich sollte man nicht sofort losfahren, sondern sich zunächst überlegen, ob man der hiesigen Pfarrkirche Sankt Martin, dem Dorfmuseum, dem Feuerwehrmuseum oder dem privaten Bauernhausmuseum im „Mörnerhof“ einen Besuch abstatten möchte. „Mörner an der Mörn“ nennt sich das von Anna und Andreas Schachner, den Besitzern des „Mörnerhofes“, geführte Museum. Hier werden dem Besucher Exponate der bäuerlichen Lebensart um die Jahrhundertwende, wie Handarbeiten, Glas- und Porzellangegenstände, Kleidung und Hausrat gezeigt. In den original eingerichteten Räumen des alten Bauernhauses, das 1743 errichtet wurde, wird mit Mobiliar, Fotografien und Handwerkszeug die Atmosphäre aus längst vergangener Zeit wieder erweckt.   So gut eingestimmt kann man sich nun auf der Bauernhof-Safari Richtung Obing aufmachen. Auf einem Radweg geht es an der Kienberger Straße entlang bis nach Stockham. Ab hier geht es durch Felder und Wälder und immer idyllischeres Gelände bis zum Obinger Golfplatz. „Golfen wie in Good old America“ ist der Leitspruch dieser Ratcliff-Golfanlage, die im Stil der amerikanischen Golfplätze der Jahrhundertwende erbaut wurde und an der man nun entlang fährt. Die 9-Loch-Anlage gilt nicht nur als Geheimtipp, sondern auch als Juwel im Chiemgau, weil sie zwischen dem Obinger See und dem welligen Hügelland, Wiesen und Wäldern perfekt eingebettet liegt.   Danach passiert man den schon erwähnten Obinger See, der ein hervorragend ausgestattetes, familienfreundliches Strandbad bietet. Spielplatz, Wassertrampolin, Floß, Beachvolleyballplatz und ein Strandbad mit Terrasse locken den Erfrischungssuchenden. Beim Gasthof Oberwirt kann man sich auch Ruderboote ausleihen. Den beschaulichen Rundweg um den Obinger See zieren 20 unterschiedliche Objekte zeitgenössischer Bildhauer – eine Initiative des Altbürgermeisters Hans Thurner, der selbst mit einem Werk vertreten ist. Ziel war es, Kunst nicht nur in Galerien, sondern im öffentlichen Raum zu zeigen. Im Rathaus kann man sich einen Flyer zum Rund weg aushändigen lassen  oder sich über die geführten Skultpurenweg-Wanderungen informieren. In Obing, dem traditionsreichen Dorf, trifft der Radfahrer auch auf die gotische Kirche St. Laurentius, deren Hochaltar  drei  Schnitzfiguren des „Meisters von Rabenden“ von beachtlicher Größe birgt.  Sie stellen die Madonna mit dem Kind, den heiligen Laurentius und den heiligen Jakobus dar.   Haben Sie schon mal etwas vom „LEO“ gehört? Passt zu einer Safari, aber nein – es ist kein echter Löwe gemeint, sondern die nostalgische Chiemgauer Lokalbahn, mit der man in den Sommermonaten sonn- und feiertags von Bad Endorf mach Obing reisen kann. Nicht nur das, eine Fahrt mit dem LEO ist auch eine Fahrt in die Vergangenheit, denn man zuckelt im Triebwagen der Holzklasse gemütlich durch wunderbare Landschaft. Manchmal gibt es auch die Möglichkeit, mit einer Dampflok die Schönheit des Chiemgaus zu entdecken. Räder können im „LEO“ übrigens kostenlos transportiert werden.   Über weite Felder führt die Bauernhof-Safari nun zu einem ganz besonderen Hof. In Ilzham ist der Seiml-Hof zu finden. Das Interesse an der Landwirtschaft zu wecken und den Menschen das Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof zugänglich machen – das ist seit vielen Jahren das Konzept auf dem Seiml-Hof, der mittlerweile Chiemgauer Schulbauernhof und auch staatlich anerkannte Umweltstation ist.  Den Kindern wird auf dem Bio-Hof Landwirtschaft realitätsnah vermittelt. Durch eigenes praktisches Arbeiten auf dem Bauernhof wird ihnen nahe gebracht, wie Lebensmittel entstehen. Nicht nur Schulklassen, sondern auch Besucher können sich auf dem hofeigenen Naturlehrpfad über Landwirtschaft informieren - und natürlich die Tiere auf dem Bauernhof wie Milchkühe, Jungrinder, Kälber, Katzen, Hasen und Hühner live erleben.   Die Entdeckungsreise auf der Bauernhof-Safari führt nun auf abgelegenen Straßen über Haiming, wo es einen Aussichtsturm gibt, weiter nach Pittenhart. Etwa drei Kilometer von hier ist der stattliche Hilgerhof in Niederbrunn zu finden. Er wurde 1724 von der Familie Hilger erbaut und Anfang der 1960er Jahre vom Münchner Tosso E. Herz zu einem heimatkundlichen Ausstellungs- und Veranstaltungsraum umgebaut. Seine originelle Sammlung alten bäuerlichen Hausrates und alter Arbeitsgeräte wird mittlerweile „Herzund#39;sche Heimatstiftung" genannt. Die Gemeinde, der Landkreis Traunstein und der „Kulturverein Hilgerhof e.V.“ haben das Heimatmuseum inzwischen weiter ausgebaut. Die Objekte, die Herz aus ganz Bayern zusammengetragen hat, sind nun in dem fast dreihundert Jahre alten, fachkundig restaurierten Hof zu besichtigen. Neben Veranstaltungen und Tagungen finden hier auch regelmäßig Konzerte, Theateraufführungen und Lesungen statt.   Nach so viel geistigem Input steht dem Radfahrer nun der Sinn nach körperlicher Betätigung. Von Pittenhart radelt er über Rothbuch und Apping nach Meierling, von wo die Bauernhof-Safari sanft auf einen Höhenrücken ansteigt. Hier, bei Altersham, hat man einen wahrlich prächtigen Blick auf die Alpenkette.   Über Wälder und Wiesen wird alsbald das „Museumsdorf“ Amerang erreicht. Schon von Weitem ist das Schloss Amerang zu sehen. Dieses steht auf einer Anhöhe und ist von drei tiefen Gräben umgeben. Nach außen wirkt Amerang noch immer wie eine spätmittelalterliche Burg, die sich ganz dem Hügel angepasst hat. Im Inneren findet sich ein dreistöckiger Arkadenhof mit unvergleichlicher Akustik, so dass die beliebten Sommerkonzerte bis über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt sind. Im Schlossgraben mit Wildbach bietet das Schloss ein Highlight für Botaniker: 100 verschiedene Bäume, heimische wie Exoten, wachsen hier in wild-romantischer Atmosphäre. Alte Sorten, aber auch zahlreichen Tannenarten aus Nordamerika, Japan und Asien, die chilenische Araukarie, der Tulpenbaum und der Ginkgo gilt es hier zu entdecken. Ein Lehrobstgarten ist ebenfalls auf dem Schlossgelände zu finden.   Das Schloss ist übrigens eines von drei Museen des Dorfes Amerang – so viele kann keine andere bayerische Gemeinde auf einmal bieten!  Durch Amerang führt die Bauernhof-Safari zum nächsten Ausstellungs-Highlight:  Im EFA Automobil-Museum können 100 Jahre deutscher Automobilgeschichte und eine weltweit einzigartige Modelleisenbahn Spur II besichtigt werden. Der PS-Freund findet hier die wohl größte Sammlung deutscher Automobile: 220 auf Hochganz polierte Oldtimer erwarten die Besucher.   Das nächste Ameranger Museum ist das Freiluft-Bauernhofmuseum, das nach dem Ortsausgang am Ameranger Dorfbach liegt. Auf einem überschaubaren, leicht zugänglichen Gelände sind Bauernhäuser und historische Werkstätten inmitten von typischen Gärten und Streuobstwiesen zu besichtigen. Der ländliche Alltag des Chiemgaus wird hier nachvollziehbar gemacht. Die Häuser haben faszinierende Geschichten zu erzählen und ein vielfältiges und reichhaltiges Veranstaltungsprogramm lässt keine Wünsche offen.   In die Pedale treten heisst es nun auf dem nächsten Teilstück zwischen Amerang und Allerding, das über Kammer und Asham führt.  Ruhige Nebenstraßen ziehen vorbei an sattgrünen Wiesen, durch Dörfer und Weiler. Die Bauernhof-Safari teilt sich die Strecke hier mit dem Benediktweg.  Und so sollte man diesen Trip auch als besinnliche Strecke für sich selbst sehen, in die verträumte Landschaft eintauchen und Abstand vom Alltag nehmen.   In Allerding wird die Bauernhof-Safari wieder exotischer: Anders als auf anderen Bauernhöfen der Region werden hier nicht Kühe oder Hühner gehalten, sondern ganz besondere Tiere: Auf dem denkmalgeschützten Vierseithof stolzieren Vögel mit langen Beinen und Hälsen umher, die mit ihren fremdartige Lauten weithin zu hören sind – die hier ansässige Familie Scherr züchtet seit 2012 Strauße. Im Hofladen gibt es neben Fleisch und Wurst vom Strauß auch Eier, die tatsächlich in Kilo aufgewogen werden.   Kurz nach Allerding kann sich der Radwanderer auf eine kühle Erfrischung freuen, schließlich beginnt hier mit dem Weitsee das „Schnaitseer Paradies“: vier moorige Seen, Relikte aus der Eiszeit, laden zum Naturgenuss und Baden ein. Der größte ist der Weitsee, der idyllisch im Wald liegt. Dennoch gibt es eine wunderbar sonnige Liegewiese mit allem, was das Familienherz begehrt: Kiosk, Sprungturm, Bolzplatz und ein schattiger Sandspielplatz für die Kleinen.    Schnaitsee selbst, der mit 652 Meter über dem Meeresspiegel höchst gelegenste Ort des bayerischen Alpenvorlandes, ist mit seinen 61 Quadratkilometern und 115 Ortsteilen auch eine Flächengemeinde besonderer Art. Ruhe und Erholung sind hier Programm, auf die umliegende Natur und erneuerbare Energie wird viel Wert gelegt. So hat Schnaitsee mit seinem 1. Windpark Bayerns ein Zeichen für umweltbewusstes Denken gesetzt. Der Windpark ist über einen etwa eineinhalb Kilometer langen Abstecher in nord-östlicher Richtung in Edenhub zu finden. In Schnaitsee selbst ist die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt mit ihrem barocken Zwiebelturm und großem Deckengemälde das sehenswerte Wahrzeichen schlechthin.   Wer noch Kraft in den Beinen hat, der liegt mit einem Abstecher von Schnaitsee nach Garting richtig. Zum einen, weil hier beim Fernsehturm in Obernhof der Aussichtsturm eine atemberaubende Sicht auf das Umland und die bayerischen Alpen bietet, den man nicht versäumen sollte. Zum anderen, weil es in Garting einen besonderen landwirtschaftlichen Betrieb gibt: Hoferbe Anton Lamprecht jun. suchte im Jahr 2008 eine Alternative zur klassischen Landwirtschaft und wagte 2011 – zusammen mit seiner Frau Irmi – den Schritt, die Milchproduktion aufzugeben und die  Herstellung von Senfmehl und Speiseölen aufzunehmen. Im Lauf der Jahre wurde die Produktpalette erweitert, sodass die „Ölmühle Garting“ aktuell 20 verschiedene Ölspezialitäten für jeden Geschmack anbieten kann.   Zurück in Schnaitsee steht das letzte Teilstück der Bauernhofsafari Richtung Kienberg an. Entweder man fährt nun über die Nebenstrecken zurück in das beschauliche Dorf, oder man nimmt die Straße, um auf der Bauernhof-Safari noch einen Stopp beim Filmtierhof Simbeck in Harpfing einzulegen. Hier kann man auf Tiere treffen, die man sonst nur auf „echten“ Safaris oder im Fernsehen erleben kann: Highlight ist der schwarze Panther Nero, aber auch viele andere ungewöhnliche Vierbeiner sind hier daheim. Wer es etwas weniger fremdartig mag, der kann hier Reitstunden auf „normalen“ Pferden nehmen oder Ausritte buchen. Besuche sind nur nach Voranmeldung möglich.   Über Holzhausen führt die erlebnisreiche Bauernhof-Safari zurück nach Kienberg.                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Infos:   www.kienberg.eu Bauernhofmuseum Kienberg, Anna und Andreas Schachner , Tel 08628 758 http://www.dergolfclub.de/ www.urlaub-in-obing.de www.leo-online.org http://www.seiml-hof.de/ http://www.hilgerhof.de, geöffnet sonntags von 13 bis 17 Uhr, Info 08624/2143; www.schlossamerang.de www.amerang.de www.efa-automuseum.de www.bhm-amerang.de, Tel. 08075-915 090 www.fleisch-vom-strauss.de/ www.schnaitsee.de www.oelmuehle-garting.de filmtiere-simbeck.de/, 08074/915 6096   Einkehr:   Gasthof zur Post, Kleinkunstbühne "Beim John“, Obing, www.john-obing.de Gasthof Kufner, Obing Oberwirt, obing, www.oberwirt.de Weißbräustüberl, Obing, www.weissbraeu-obing.de/ Gasthof Zur Post in Kienberg.
Autor
Glasow
Chiemgau Tourismus
Quelle
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Zuletzt geändert am 21.05.2015 19:52:05
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Tourdaten:

Ort: Obing
Rundtour
Distanz: 47,40 km
Dauer: 3:00 Std
Höhenmeter: 284 m
Höchster Punkt: 628 m
Niedrigster Punkt: 509 m
Schwierigkeit:leicht

Empfohlenen Jahreszeiten

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